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Glasfaser

LWL-Zertifizierung

IT-Lexikon · Glasfaser & LWL

Kurz erklärt

Die LWL-Zertifizierung belegt mit genormten Messungen, dass eine Glasfaserstrecke die geforderten Werte einhält. Sie ist die Grundlage für Gewährleistung und Fehlersuche.

Wie läuft eine LWL-Zertifizierung ab?

Die LWL-Zertifizierung prüft mit genormten Messungen, ob eine fertige Glasfaserstrecke die geforderten Werte einhält. Sie folgt einem festen Ablauf.

  • Sichtprüfung: Stecker und Faserendflächen werden auf Schmutz und Beschädigung kontrolliert.
  • Dämpfungsmessung: Der Gesamtverlust der Strecke wird mit Lichtquelle und Pegelmesser bestimmt.
  • OTDR-Messung: Ein OTDR lokalisiert Spleiße, Stecker und Fehlerstellen entlang der Faser.
  • Protokoll: Alle Werte werden dokumentiert und gegen die Grenzwerte verglichen.

Liegen alle Werte im Rahmen, gilt die Strecke als abgenommen.

Warum ist die LWL-Zertifizierung wichtig?

Eine Glasfaserstrecke sieht von außen funktionsfähig aus, selbst wenn die Dämpfung zu hoch ist. Erst die Messung belegt, dass die Strecke die geforderten Werte einhält und auch künftige Bandbreiten trägt.

Das Messprotokoll ist die Grundlage für die Gewährleistung: Es dokumentiert den ordnungsgemäßen Zustand bei der Übergabe. Treten später Störungen auf, dient es als Referenz und beschleunigt die Fehlersuche erheblich.

FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Was beinhaltet ein LWL-Messprotokoll?+

Ein Messprotokoll dokumentiert je Strecke die gemessene Dämpfung, den Vergleich mit dem zulässigen Grenzwert sowie die OTDR-Kurve mit allen Ereignissen wie Spleißen und Steckern. Dazu kommen Angaben zu Fasersorte, Wellenlänge und Messrichtung als Nachweis der Qualität.

Bei welchen Wellenlängen wird gemessen?+

Glasfaser wird in der Regel bei mehreren genormten Wellenlängen gemessen, da sich die Dämpfung mit der Wellenlänge ändert. Welche Wellenlängen geprüft werden, hängt davon ab, ob es sich um Singlemode oder Multimode handelt und wofür die Strecke genutzt wird.

Lässt sich auch Kupfer zertifizieren?+

Ja, auch Kupfer-Netzwerkkabel lassen sich normgerecht messen und zertifizieren. Die CAT-Verkabelung wird dabei mit einem speziellen Kabeltester auf Werte wie Übersprechen und Dämpfung geprüft. Das Prinzip ist gleich: Messung gegen Grenzwert plus Protokoll als Nachweis.

Verwandte Begriffe

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