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Glasfaser

Glasfaser (LWL)

IT-Lexikon · Glasfaser & LWL

Kurz erklärt

Glasfaser- oder Lichtwellenleiter übertragen Daten als Lichtsignale und ermöglichen hohe Bandbreiten über große Distanzen. Sie sind unempfindlich gegen elektromagnetische Störungen.

Wie funktioniert die Datenübertragung per Glasfaser?

Eine Glasfaser ist ein haarfeiner Strang aus hochreinem Glas, durch den Daten als Lichtimpulse wandern. Ein Sender wandelt die digitalen Signale in Lichtblitze um, ein Empfänger am anderen Ende übersetzt sie zurück. Das Licht bleibt im Kern der Faser, weil es an der umgebenden Glasschicht stetig zurückgeworfen wird – wie in einem perfekten Spiegelschlauch.

Weil Licht nahezu verlustfrei läuft, überträgt Glasfaser sehr hohe Bandbreiten über große Strecken bei minimaler Latenz. Anders als Kupfer ist sie zudem völlig unempfindlich gegen elektromagnetische Störungen von Motoren, Stromleitungen oder Maschinen.

Glasfaser vs. Kupfer – worin liegt der Unterschied?

Kupferkabel übertragen Daten als elektrische Signale und schwächen sich über die Distanz spürbar ab. Glasfaser nutzt Licht und behält die Signalqualität auch über Kilometer. Für moderne Anwendungen ist der Unterschied deutlich.

  • Reichweite: Kupfer endet praktisch bei rund 100 Metern, Glasfaser überbrückt mühelos mehrere Kilometer.
  • Bandbreite: Glasfaser liefert symmetrisch hohe Geschwindigkeiten, Kupfer stößt an Grenzen.
  • Störfestigkeit: Glasfaser ist immun gegen elektromagnetische Einstreuungen.
  • Sicherheit: Lichtleiter lassen sich kaum unbemerkt abhören.

Im Gebäudeinneren bleibt CAT-Verkabelung für kurze Wege oft die günstigere Wahl.

Warum ist Glasfaser für Unternehmen wichtig?

Wachsende Datenmengen aus Cloud-Diensten, Videokonferenzen und vernetzten Maschinen brauchen verlässliche, schnelle Leitungen. Glasfaser bietet die nötige Reserve und bleibt über viele Jahre zukunftssicher, weil sich die Übertragungstechnik an den Enden aufrüsten lässt, ohne neu zu verkabeln.

Für Standortvernetzung, Rechenzentren und stabile Internetanbindung ist Glasfaser heute der Maßstab. Sie sichert reibungslose Abläufe und verhindert Engpässe, die das Tagesgeschäft ausbremsen. Ein Glasfaseranschluss bis ins Gebäude heißt FTTH.

FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Wofür steht LWL?+

LWL ist die Abkürzung für Lichtwellenleiter und bezeichnet dasselbe wie Glasfaser: einen dünnen Glasstrang, der Daten als Lichtsignale überträgt. Die Begriffe Glasfaser und Lichtwellenleiter werden in der Praxis synonym verwendet.

Wie lange hält eine Glasfaserverkabelung?+

Eine fachgerecht verlegte Glasfaser hält mehrere Jahrzehnte, da das Glas selbst nicht altert wie elektrische Bauteile. Höhere Geschwindigkeiten erreichen Sie meist allein durch neue Technik an den Enden der Faser, ohne das Kabel auszutauschen.

Ist Glasfaser empfindlich gegen Knicke?+

Glasfaser verträgt keine engen Biegeradien, da Licht dort aus dem Kern austritt und das Signal verloren geht. Deshalb gehört das Verlegen in Fachhände, die Mindestradien einhalten und die Strecke anschließend mit einem OTDR messen.

Was ist der Unterschied zwischen Singlemode und Multimode?+

Eine Singlemode-Faser hat einen sehr dünnen Kern für lange Distanzen, eine Multimode-Faser einen größeren Kern für kurze Strecken im Gebäude. Welche Fasersorte passt, hängt von Reichweite und Budget ab und wird vor dem Verlegen festgelegt.

Verwandte Begriffe

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