Beim Spleißen werden zwei Glasfasern exakt ausgerichtet und verschmolzen. Das Ergebnis ist eine nahezu verlustfreie, dauerhafte Verbindung.
Spleißen heißt, zwei Glasfasern dauerhaft zu verbinden. Beim verbreiteten Schmelzspleiß läuft das in klaren Schritten ab, die ein Spleißgerät weitgehend automatisch ausführt.
Ein Schrumpfschlauch schützt die fertige Spleißstelle mechanisch.
Verlegte Glasfaserkabel müssen an vielen Stellen verbunden werden – etwa um zwei Kabelabschnitte zu koppeln oder einen Stecker anzubringen. Stecker direkt aufzusetzen ist aufwendig und verlustreicher als ein sauberer Spleiß.
Deshalb wird häufig ein vorkonfektionierter Stecker, ein Pigtail, an die verlegte Faser gespleißt. Das Ergebnis ist eine nahezu verlustfreie, dauerhafte Verbindung mit sehr geringer Dämpfung.
Beim Spleißen werden die Fasern dauerhaft verschmolzen, beim Stecken über lösbare Steckverbinder verbunden. Beides hat seinen Platz.
Ein Spleiß verursacht die geringsten Verluste und ist die feste Verbindung an unzugänglichen Stellen. Steckverbindungen sind flexibel und lösbar, etwa am Patchfeld, dafür verlustbehafteter. In der Praxis kombiniert man beides: gespleißte Pigtails am Verteiler, gesteckte Patchkabel davor.
FAQ
Kurz und konkret beantwortet.
Ein fachgerecht ausgeführter Schmelzspleiß erreicht sehr geringe Verluste, deutlich niedriger als eine Steckverbindung. Die genaue Dämpfung der Spleißstelle wird anschließend mit einem OTDR gemessen und im Protokoll festgehalten, um die Qualität nachzuweisen.
Verbreitet ist der Schmelzspleiß, bei dem die Fasern per Lichtbogen verschmolzen werden und der niedrigste Verluste liefert. Daneben gibt es den mechanischen Spleiß, bei dem die Faserenden in einem Element fixiert werden – schneller, aber etwas verlustreicher und meist für Provisorien.
Spleißen erfordert spezielle Geräte, saubere Arbeitsbedingungen und Erfahrung, da schon kleinste Fehler die Verbindung stören. Für normgerechte, dauerhaft verlustarme Verbindungen gehört das Spleißen in Fachhände, die die Strecke anschließend messtechnisch abnehmen.
Direkt nach dem Verschmelzen wird ein Spleißschutz, meist ein Schrumpfschlauch mit Metallstift, über die Stelle gezogen und erwärmt. Er stabilisiert die empfindliche Verbindung mechanisch. Im Verteiler liegen die geschützten Spleiße geordnet in einer Spleißkassette.
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