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Glasfaser

Spleißen

IT-Lexikon · Glasfaser & LWL

Kurz erklärt

Beim Spleißen werden zwei Glasfasern exakt ausgerichtet und verschmolzen. Das Ergebnis ist eine nahezu verlustfreie, dauerhafte Verbindung.

Wie funktioniert das Spleißen Schritt für Schritt?

Spleißen heißt, zwei Glasfasern dauerhaft zu verbinden. Beim verbreiteten Schmelzspleiß läuft das in klaren Schritten ab, die ein Spleißgerät weitgehend automatisch ausführt.

  • Abisolieren: Die schützende Beschichtung wird von der haarfeinen Faser entfernt.
  • Reinigen: Die Faser wird mit Alkohol von Resten befreit.
  • Brechen: Ein Cleaver schneidet die Faser exakt rechtwinklig ab.
  • Ausrichten: Das Gerät richtet beide Faserenden mikrometergenau zueinander aus.
  • Verschmelzen: Ein Lichtbogen schmilzt die Enden zu einer durchgehenden Faser.

Ein Schrumpfschlauch schützt die fertige Spleißstelle mechanisch.

Warum spleißt man Glasfasern überhaupt?

Verlegte Glasfaserkabel müssen an vielen Stellen verbunden werden – etwa um zwei Kabelabschnitte zu koppeln oder einen Stecker anzubringen. Stecker direkt aufzusetzen ist aufwendig und verlustreicher als ein sauberer Spleiß.

Deshalb wird häufig ein vorkonfektionierter Stecker, ein Pigtail, an die verlegte Faser gespleißt. Das Ergebnis ist eine nahezu verlustfreie, dauerhafte Verbindung mit sehr geringer Dämpfung.

Spleißen vs. Stecken – was ist der Unterschied?

Beim Spleißen werden die Fasern dauerhaft verschmolzen, beim Stecken über lösbare Steckverbinder verbunden. Beides hat seinen Platz.

Ein Spleiß verursacht die geringsten Verluste und ist die feste Verbindung an unzugänglichen Stellen. Steckverbindungen sind flexibel und lösbar, etwa am Patchfeld, dafür verlustbehafteter. In der Praxis kombiniert man beides: gespleißte Pigtails am Verteiler, gesteckte Patchkabel davor.

FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Wie verlustarm ist ein guter Spleiß?+

Ein fachgerecht ausgeführter Schmelzspleiß erreicht sehr geringe Verluste, deutlich niedriger als eine Steckverbindung. Die genaue Dämpfung der Spleißstelle wird anschließend mit einem OTDR gemessen und im Protokoll festgehalten, um die Qualität nachzuweisen.

Welche Spleißarten gibt es?+

Verbreitet ist der Schmelzspleiß, bei dem die Fasern per Lichtbogen verschmolzen werden und der niedrigste Verluste liefert. Daneben gibt es den mechanischen Spleiß, bei dem die Faserenden in einem Element fixiert werden – schneller, aber etwas verlustreicher und meist für Provisorien.

Kann man Glasfaser selbst spleißen?+

Spleißen erfordert spezielle Geräte, saubere Arbeitsbedingungen und Erfahrung, da schon kleinste Fehler die Verbindung stören. Für normgerechte, dauerhaft verlustarme Verbindungen gehört das Spleißen in Fachhände, die die Strecke anschließend messtechnisch abnehmen.

Wie wird eine Spleißstelle geschützt?+

Direkt nach dem Verschmelzen wird ein Spleißschutz, meist ein Schrumpfschlauch mit Metallstift, über die Stelle gezogen und erwärmt. Er stabilisiert die empfindliche Verbindung mechanisch. Im Verteiler liegen die geschützten Spleiße geordnet in einer Spleißkassette.

Verwandte Begriffe

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