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Server

Terminalserver

IT-Lexikon · Server & Infrastruktur

Kurz erklärt

Ein Terminalserver stellt Anwendungen und Desktops zentral bereit, die Nutzer per Remote-Sitzung verwenden. Das vereinfacht Wartung und ermöglicht ortsunabhängiges Arbeiten.

Wie funktioniert ein Terminalserver?

Ein Terminalserver stellt Anwendungen und komplette Desktops zentral bereit. Die eigentliche Arbeit – Rechenleistung, Programme und Daten – läuft auf dem Server, nicht auf dem Endgerät.

Die Nutzer verbinden sich per Remote-Sitzung, meist über RDP, und sehen auf ihrem Bildschirm die Oberfläche des Servers. Tastatur- und Mauseingaben gehen zum Server, das Bild kommt zurück. Mehrere Nutzer arbeiten gleichzeitig auf demselben Server, jeder in seiner eigenen, getrennten Sitzung.

Warum setzen Unternehmen Terminalserver ein?

Weil alles zentral läuft, vereinfacht ein Terminalserver die Verwaltung erheblich. Updates, neue Programme und Sicherheitseinstellungen werden einmal auf dem Server gepflegt und gelten sofort für alle.

Außerdem ermöglicht er ortsunabhängiges Arbeiten: Die Sitzung lässt sich von verschiedenen Geräten aus erreichen, ohne dass Daten das Rechenzentrum verlassen. Das ist günstig für Filialen und Homeoffice und gut für die Sicherheit. Als Endgeräte genügen oft schlanke Thin Clients.

Terminalserver vs. VDI

Beide liefern Desktops aus dem Rechenzentrum, aber auf unterschiedliche Weise. Beim Terminalserver teilen sich mehrere Nutzer ein gemeinsames Server-Betriebssystem in getrennten Sitzungen. Das ist ressourcensparend und einfach.

Bei VDI – Virtual Desktop Infrastructure – erhält jeder Nutzer eine eigene virtuelle Maschine mit eigenem Betriebssystem. Das bietet mehr Freiheit und Isolation, ist aber aufwendiger und teurer. Für viele Mittelständler mit gleichartigen Arbeitsplätzen ist der Terminalserver die wirtschaftlichere Wahl.

FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen Terminalserver und Thin Client?+

Ein Terminalserver ist die zentrale Maschine, auf der Anwendungen und Desktops für viele Nutzer laufen. Ein Thin Client ist das schlanke Endgerät auf dem Schreibtisch, das nur die Verbindung herstellt und das Bild anzeigt. Der Terminalserver leistet die Arbeit, der Thin Client ist das Zugangsgerät dazu.

Wie viele Nutzer kann ein Terminalserver bedienen?+

Das hängt von der Serverleistung und den genutzten Programmen ab. Ressourcenhungrige Anwendungen begrenzen die Zahl gleichzeitiger Sitzungen stärker als einfache Büroprogramme. Bei vielen Nutzern verteilt man die Last auf mehrere Terminalserver. Eine genaue Zahl ergibt sich erst aus der konkreten Last und sollte vor dem Aufbau abgeschätzt werden.

Welche Lizenzen braucht ein Terminalserver?+

Für einen Windows-Terminalserver werden neben der Windows-Server-Lizenz spezielle Zugriffslizenzen benötigt, die Remotedesktop-Nutzung erlauben. Diese gibt es pro Nutzer oder pro Gerät. Hinzu kommen Lizenzen für die eingesetzten Anwendungen. Die korrekte Lizenzierung sollte vor der Einführung geklärt werden, um Nachzahlungen zu vermeiden.

Verwandte Begriffe

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