Replikation kopiert Daten laufend an einen zweiten Ort. So steht im Ausfall eine aktuelle Kopie bereit — als Ergänzung, nicht als Ersatz für Backups.
Replikation kopiert Daten laufend an einen zweiten Ort, etwa auf einen weiteren Server oder einen anderen Standort. Anders als ein zeitpunktbezogenes Backup hält die Replikation die Zweitkopie nahezu in Echtzeit auf dem aktuellen Stand.
Man unterscheidet zwei Verfahren. Bei der synchronen Replikation gilt eine Änderung erst als abgeschlossen, wenn sie an beiden Orten geschrieben ist, was für identische Stände sorgt. Bei der asynchronen Replikation folgt die Zweitkopie mit kurzer Verzögerung, was über größere Entfernungen praktikabler ist. So steht im Ausfall eine aktuelle Kopie bereit.
Replikation überträgt jede Änderung sofort, also auch die unerwünschten. Wird eine Datei gelöscht oder durch Ransomware verschlüsselt, landet dieser Zustand umgehend auch auf der Zweitkopie. Ein sauberer früherer Stand fehlt dann.
Ein Backup bewahrt dagegen ältere, unveränderte Stände auf und erlaubt die Rückkehr zu einem Zeitpunkt vor dem Schaden. Replikation sorgt für Verfügbarkeit und kurze Wiederanlaufzeiten, ein Backup für Wiederherstellbarkeit. Beides ergänzt sich und gehört gemeinsam in ein durchdachtes Konzept.
Replikation und Backup verfolgen verschiedene Ziele. Die Replikation hält eine zweite, aktuelle Kopie für den schnellen Weiterbetrieb bereit und senkt so die Wiederanlaufzeit, den RTO. Ein Backup bewahrt historische Stände und erlaubt das Zurückgehen auf einen Zeitpunkt vor einem Fehler.
Verkürzt: Replikation beantwortet „Wie bleibe ich verfügbar?", ein Backup „Wie komme ich zu einem unbeschädigten früheren Stand zurück?". Weil Replikation Fehler mitkopiert, ist sie kein Ersatz für die zeitversetzte Sicherung, sondern deren Ergänzung.
FAQ
Kurz und konkret beantwortet.
Nein. Replikation hält eine zweite Kopie laufend aktuell und dient der Verfügbarkeit. Ein Backup bewahrt ältere, unveränderte Stände für die Wiederherstellung. Da die Replikation jede Änderung sofort überträgt, kopiert sie auch Löschungen und Verschlüsselung mit. Sie ergänzt ein Backup, ersetzt es aber nicht.
Bei der synchronen Replikation wird eine Änderung erst bestätigt, wenn sie an beiden Orten gespeichert ist; die Stände sind identisch, die Entfernung aber begrenzt. Bei der asynchronen Replikation folgt die Zweitkopie mit kurzer Verzögerung, was über größere Distanzen praktikabel ist, dafür minimalen Versatz erlaubt.
Replikation lohnt sich, wenn kurze Wiederanlaufzeiten gefordert sind und ein System nach einem Ausfall nahezu sofort an einem zweiten Ort weiterlaufen soll. Sie senkt den RTO deutlich. Für den Schutz vor gelöschten oder verschlüsselten Daten bleibt zusätzlich ein zeitversetztes Backup notwendig.
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