Mönchengladbach & Stadland +49 2166 998809-0
★★★★★ 4,7 Google Schnellhilfe
Backup

Backup

IT-Lexikon · Backup & Storage

Kurz erklärt

Ein Backup ist eine Sicherungskopie von Daten, die im Verlustfall die Wiederherstellung ermöglicht. Entscheidend ist, dass es regelmäßig erstellt und getestet wird.

Wie funktioniert ein Backup?

Ein Backup kopiert ausgewählte Daten zu einem festgelegten Zeitpunkt auf ein zweites Speichermedium. Software liest die Quelldateien, schreibt sie an den Sicherungsort und vermerkt, wann die Kopie entstanden ist. Bei einem Verlust greifen Sie auf diese Kopie zurück und stellen den Stand des letzten Sicherungslaufs wieder her.

Üblich sind drei Verfahren: die Vollsicherung kopiert alle Daten, die inkrementelle Sicherung nur die Änderungen seit dem letzten Lauf, die differenzielle Sicherung alle Änderungen seit der letzten Vollsicherung. In der Praxis kombinieren Unternehmen eine periodische Vollsicherung mit häufigen inkrementellen Läufen, um Speicher und Zeit zu sparen.

Warum ist ein Backup für Unternehmen wichtig?

Ohne Sicherung bedeutet jeder Defekt, jeder Bedienfehler und jeder Angriff den endgültigen Verlust der betroffenen Daten. Ein funktionierendes Backup macht solche Vorfälle reparabel und hält den Betrieb am Laufen.

Typische Auslöser für eine Wiederherstellung:

  • Hardware-Defekt einer Festplatte oder eines Servers
  • versehentliches Löschen oder Überschreiben von Dateien
  • Verschlüsselung durch Ransomware
  • fehlerhafte Updates oder defekte Datenbanken

Für die Aufbewahrungsdauer einzelner Datenarten gelten zudem rechtliche Vorgaben, die ein durchdachtes Sicherungskonzept mit abdeckt.

Backup vs. Archivierung: Wo liegt der Unterschied?

Beide erzeugen Datenkopien, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Ein Backup dient der kurzfristigen Wiederherstellung des Betriebs und wird laufend überschrieben. Die Archivierung bewahrt Daten dagegen langfristig und revisionssicher auf, meist aus rechtlichen Gründen.

Ein Backup beantwortet die Frage „Wie komme ich nach einem Ausfall schnell zurück in den Betrieb?". Ein Archiv beantwortet „Wo finde ich einen bestimmten Stand nach Jahren wieder?". Aus einem Backup verschwinden alte Stände durch Rotation; ein Archiv hält sie unverändert über die gesetzliche Frist.

Worauf sollte man bei Backups achten?

Entscheidend ist nicht das Erstellen, sondern das nachweisbare Wiederherstellen. Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist nur eine Annahme. Testen Sie Wiederherstellungen daher regelmäßig und protokollieren Sie das Ergebnis.

Verteilen Sie Kopien nach der 3-2-1-Regel auf mehrere Medien und einen externen Ort. Gegen Verschlüsselung schützt eine unveränderbare Kopie, ein Immutable Backup. Legen Sie außerdem fest, wie aktuell die Daten sein müssen und wie schnell der Betrieb wieder laufen soll. Diese Ziele beschreiben RPO und RTO.

FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Wie oft sollte ein Backup erstellt werden?+

Die Häufigkeit richtet sich danach, wie viel Datenverlust Sie verkraften. Geschäftskritische Systeme werden oft mehrmals täglich oder kontinuierlich gesichert, weniger wichtige Daten täglich oder wöchentlich. Maßgeblich ist der definierte Recovery Point Objective: Er gibt vor, welcher Zeitraum zwischen zwei Sicherungen maximal liegen darf.

Reicht ein RAID als Backup aus?+

Nein. Ein RAID verbindet mehrere Festplatten zu einem Verbund und fängt den Ausfall einzelner Platten ab, schützt aber nicht vor gelöschten Dateien, fehlerhaften Programmen oder Verschlüsselung. Diese Fehler schreibt das RAID sofort auf alle Platten. Ein RAID erhöht die Verfügbarkeit, ersetzt aber kein getrenntes Backup.

Sind Daten in Microsoft 365 automatisch gesichert?+

Nein, nicht im Sinne einer wiederherstellbaren Sicherung. Microsoft sorgt für die Verfügbarkeit der Plattform, verantwortlich für die Daten bleiben jedoch Sie. Gelöschte oder verschlüsselte Inhalte sind nach Ablauf kurzer Aufbewahrungsfristen verloren. Für E-Mail, SharePoint und OneDrive empfiehlt sich daher ein eigenständiges Backup.

Was ist der Unterschied zwischen Backup und Snapshot?+

Ein Snapshot ist eine Momentaufnahme im selben System und erlaubt schnelles Zurücksetzen, liegt aber auf demselben Speicher. Fällt dieser aus oder wird verschlüsselt, ist der Snapshot meist mit betroffen. Ein Backup liegt getrennt davon und übersteht solche Vorfälle. Snapshots ergänzen Backups, ersetzen sie aber nicht.

Wie lange müssen Backups aufbewahrt werden?+

Backups dienen der kurzfristigen Wiederherstellung und werden meist über Tage bis Wochen rotiert. Für die langfristige, gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrung etwa von Rechnungen ist die revisionssichere Archivierung zuständig. Die konkreten Fristen ergeben sich aus den jeweiligen handels- und steuerrechtlichen Vorgaben für die Datenart.

Verwandte Begriffe

Noch Fragen?

Sprechen wir über Ihre IT.

Ob Backup & Storage oder ein anderes Thema — wir schauen uns Ihre Situation an und sagen Ihnen ehrlich, was sinnvoll ist.

Kontakt aufnehmen