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VMware nach Broadcom: Was die Lizenzwende für Ihre Server bedeutet

Broadcom hat die VMware-Lizenzen auf Abo umgestellt und Dauerlizenzen gestrichen. Was das für Ihre Servervirtualisierung kostet – und welche Optionen Sie jetzt haben.

VMware nach Broadcom: Was die Lizenzwende für Ihre Server bedeutet
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Broadcom hat im Januar 2024 die VMware-Dauerlizenzen abgeschafft und auf Abo-Modelle mit CPU-Kern-Bündeln umgestellt. Bestehende Lizenzen bleiben gültig, aber ohne neue Updates und Support. Viele Mittelständler zahlen seither deutlich mehr – Zeit, Lizenzen, Kosten und Alternativen wie Hyper-V oder Proxmox sachlich zu prüfen.

Was hat sich bei VMware konkret geändert?

Seit der Übernahme durch Broadcom gibt es keine VMware-Dauerlizenzen ("perpetual licenses") mehr. Angekündigt im Januar 2024, wurde das gesamte Portfolio auf Abonnements umgestellt und in wenige Pakete gebündelt – abgerechnet pro CPU-Kern, mit einer Mindestabnahme je Prozessor.

Wer bereits eine Dauerlizenz besitzt, darf sie weiter nutzen. Aber: Wartungsverlängerungen sind nicht mehr möglich. Ohne aktives Abo bekommen Sie keine Updates, keine Sicherheits-Patches und keinen Support mehr. Praktisch zwingt das jedes Unternehmen, das auf dem aktuellen Stand bleiben will, ins Abo-Modell.

Für viele kleinere Umgebungen ist das ein spürbarer Sprung: Berichte aus dem Mittelstand sprechen je nach Konstellation von deutlich höheren Jahreskosten – teils ein Vielfaches der bisherigen Wartung.

Warum trifft das gerade den Mittelstand?

Weil viele Mittelständler ihre Server seit Jahren mit VMware vSphere virtualisieren – oft mit zwei, drei Hosts und überschaubaren Kernzahlen. Genau diese kleinen Umgebungen profitierten früher von günstigen Einstiegslizenzen, die es heute nicht mehr gibt.

Die neue Bündelung bedeutet: Sie bezahlen Pakete, die für kleine Setups oft überdimensioniert sind. Hinzu kommt die Abo-Logik – laufende Kosten statt einer Einmalinvestition. Für die Budgetplanung ist das eine echte Umstellung.

Wichtig: Panik ist der falsche Ratgeber. Eine bestehende, lauffähige Umgebung fällt nicht morgen aus. Aber Sie sollten die Verlängerung bewusst durchrechnen, statt sie reflexhaft zu unterschreiben.

Welche Optionen haben Sie jetzt?

Grundsätzlich gibt es drei Wege:

  • Beim Abo bleiben: sinnvoll, wenn Ihre Umgebung groß genug ist, die Pakete passen und Sie spezielle VMware-Funktionen wirklich nutzen.
  • Plattform wechseln: Alternativen wie Microsoft Hyper-V oder Proxmox decken viele Mittelstands-Szenarien zu deutlich geringeren Lizenzkosten ab.
  • In die Cloud verlagern: Statt eigener Hosts Workloads in eine gehostete Umgebung oder zu Azure verschieben – das verändert die Kostenstruktur grundlegend.

Welcher Weg der richtige ist, hängt von Ihrer Größe, Ihren Anwendungen und Ihrem Budget ab. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – einen ehrlichen Vergleich aber schon.

Wie bewerten Sie den Wechsel seriös?

Rechnen Sie nicht nur die Lizenz, sondern die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre (TCO): Lizenz, Migrationsaufwand, Schulung, Betrieb. Eine günstigere Plattform, die viel Umbau erfordert, kann unterm Strich teurer sein – und umgekehrt.

Prüfen Sie außerdem die Abhängigkeiten: Welche Backup-, Monitoring- oder Storage-Lösungen sind an VMware gekoppelt? Ein Plattformwechsel zieht oft mehr nach sich, als es zunächst aussieht.

Unser Rat: Nutzen Sie die nächste Verlängerung als Entscheidungspunkt, nicht als Automatismus. Wer rund ein Jahr Vorlauf einplant, kann in Ruhe migrieren – statt unter Zeitdruck.

Wie unterstützt implec bei der Entscheidung?

Wir schauen uns Ihre Virtualisierung neutral an – ohne Verkaufsinteresse für eine bestimmte Plattform. Im ersten Schritt erfassen wir Hosts, Kerne, Anwendungen und Abhängigkeiten und stellen die Kosten von Verbleib und Wechsel ehrlich gegenüber.

Wie ein sauberer Plattformwechsel in der Praxis aussieht, zeigt unsere Referenz zur Server-Virtualisierung. Daraus leiten wir eine Empfehlung ab, die zu Ihrem Budget passt – und setzen sie auf Wunsch komplett um.

Sie wollen wissen, ob Ihre VMware-Verlängerung noch wirtschaftlich ist? Lassen Sie es uns gemeinsam durchrechnen – unverbindlich.

Nils Rochholl
Nils Rochholl

Geschäftsführer bei implec. Schreibt hier über Themen aus dem IT-Alltag des Mittelstands — praxisnah und ohne Buzzword-Bingo.

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FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Sind meine bestehenden VMware-Dauerlizenzen jetzt ungültig?+

Nein. Vorhandene Dauerlizenzen dürfen Sie weiter nutzen. Allerdings können Sie die Wartung nicht mehr verlängern – ohne aktives Abo erhalten Sie keine Updates, Sicherheits-Patches oder Support mehr.

Wie viel teurer ist VMware nach der Umstellung geworden?+

Das hängt stark von Ihrer Umgebung ab. Durch die Bündelung in wenige Pakete und die Abrechnung pro CPU-Kern zahlen besonders kleine Umgebungen oft ein Vielfaches der bisherigen Wartungskosten.

Lohnt sich ein Wechsel weg von VMware?+

Für viele Mittelständler ja – Alternativen wie Hyper-V oder Proxmox decken typische Szenarien zu geringeren Lizenzkosten ab. Entscheidend ist die Gesamtkostenbetrachtung über drei bis fünf Jahre inklusive Migrationsaufwand.

Wie lange habe ich Zeit für eine Entscheidung?+

Eine laufende Umgebung fällt nicht sofort aus. Sinnvoll ist es, die nächste Lizenzverlängerung als Entscheidungspunkt zu nutzen und für einen möglichen Wechsel rund ein Jahr Vorlauf einzuplanen.

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