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Telefonie

TK-Anlage ablösen: Was kommt nach STARFACE und Auerswald?

STARFACE und Auerswald haben Generationen von Telefonieanlagen im Mittelstand geprägt. Doch wenn die Hardware in die Jahre kommt, ISDN abgeschalten wird oder die Lizenzkosten steigen, stellt sich die Frage: Was ist die bessere Alternative? Microsoft Teams mit Yealink-Hardware gibt eine überzeugende Antwort.

TK-Anlage ablösen: Was kommt nach STARFACE und Auerswald?
Sofort-Antwort

Der Wechsel lohnt sich, wenn Ihre TK-Anlage älter als 5 Jahre ist, ISDN-Leitungen auslaufen oder Sie ohnehin Microsoft 365 einsetzen. Yealink-Tischtelefone in Kombination mit Microsoft Teams ersetzen die klassische TK-Anlage vollständig — ohne eigenen Server, mit günstigeren Betriebskosten und besserer Integration in Ihr Microsoft-Ökosystem.

Was leisten STARFACE und Auerswald — und wo stoßen sie an Grenzen?

STARFACE und Auerswald stehen für ausgereifte IP-PBX-Systeme, die im deutschen Mittelstand über Jahrzehnte zuverlässig ihren Dienst getan haben. Beide unterstützen SIP-Telefonie, Konferenzfunktionen, Anrufweiterleitung und bieten differenzierte Benutzer- und Gruppenrechte.

Die Grenzen zeigen sich vor allem, wenn Unternehmen moderner arbeiten wollen: Integration in Microsoft-365-Workflows ist bei On-Premise-TK-Anlagen aufwendig oder gar nicht möglich. Homeoffice-Nutzer brauchen VPN-Tunnel oder separate Apps, die oft schlecht in den Arbeitsalltag passen. Wachstum erfordert Hardwareerweiterungen auf dem eigenen Server statt simplen Lizenz-Upgrades.

Dazu kommt der technologische Druck: Die Telekommunikationsanbieter haben das ISDN-Netz abgeschaltet. TK-Anlagen, die auf ISDN-Primärmultiplex-Anschlüssen basieren, mussten bereits auf SIP-Trunks umgerüstet werden — oft ein Anlass, die gesamte Telefonanlage grundsätzlich zu überdenken.

Die Kombination aus Yealink-Tischtelefonen und Microsoft Teams ersetzt eine klassische TK-Anlage vollständig — ohne eigenen On-Premise-Server:

  • Telefonie über Microsoft 365: Mit Teams Phone (Direct Routing oder Operator Connect) führen Mitarbeitende Anrufe direkt in Teams — ob am Tischtelefon, Laptop oder Smartphone. Alle Anrufprotokolle, Voicemails und Konferenzen landen automatisch in der Microsoft-Welt.
  • Yealink-Hardware: Teams-zertifizierte Geräte wie die MP52, T58A oder MP54 bieten den gewohnten Tischtelefon-Komfort — Headset-Anschluss, physische Tasten, Touchscreen — während intern über Teams kommuniziert wird. implec ist zertifizierter Yealink-Partner und empfiehlt Yealink für alle Teams-Telefonie-Projekte.
  • Nahtlose Integration: Abwesenheitsregeln, Rufumleitungen und Besprechungsräume lassen sich direkt in Microsoft 365 administrieren. Eine separate TK-Software entfällt.
  • Homeoffice ab Tag 1: Mitarbeitende im Homeoffice sind über dieselbe Nummer erreichbar wie im Büro — über die Teams-App auf dem Laptop oder das weitergereichte IP-Tischtelefon.

Ergebnis: ein Telefoniesystem, das wächst und schrumpft wie die Belegschaft, ohne Hardwareplanung im Rechenzentrum.

Kostenvergleich: TK-Anlage vs. Teams Phone

Ein direkter Vergleich über 5 Jahre für ein typisches Unternehmen mit 20 Mitarbeitenden:

Klassische TK-Anlage (STARFACE/Auerswald):

  • Hardware (Server + Lizenzen): 4.000–8.000 €
  • SIP-Trunk-Anbindung: 50–80 €/Monat
  • Wartung / Updates: 500–1.000 €/Jahr
  • Tischtelefone (20 × 150 €): 3.000 €
  • 5-Jahres-Gesamtkosten: ca. 13.000–18.000 €

Microsoft Teams Phone (Direct Routing):

  • Teams Phone-Lizenz: 8–12 €/Nutzer/Monat
  • SIP-Trunk über Telekommunikationsanbieter: 30–60 €/Monat
  • Yealink-Tischtelefone (20 × 100–200 €): 2.000–4.000 €
  • 5-Jahres-Gesamtkosten: ca. 11.000–16.000 €

Der reine Kostenvergleich zeigt: Teams Phone ist auf 5 Jahre kaum teurer, bietet aber deutlich mehr Flexibilität und Integration. Der eigentliche Vorteil ist der Betriebsaufwand: kein eigener Server, kein Server-Betriebssystem, keine Backup-Pflicht für die TK-Anlage.

Für Unternehmen, die bereits Microsoft 365 einsetzen, ist der Schritt zu Teams Phone besonders effizient — viele Funktionen sind bereits lizenziert.

Der Wechsel ist besonders sinnvoll, wenn:

  • Die bestehende TK-Anlage älter als 5–7 Jahre ist und eine Erneuerung ohnehin ansteht
  • Das Unternehmen bereits Microsoft 365 nutzt (Synergieeffekte bei Lizenz und Administration)
  • Mitarbeitende zunehmend mobil oder im Homeoffice arbeiten — Teams Phone macht alle Endgeräte gleichwertig
  • Das interne IT-Team schlanker werden soll: kein TK-Server mehr zu betreuen
  • Das Unternehmen wächst und nicht jede Erweiterung mit Hardware-Investitionen verbunden sein soll

Nicht sinnvoll ist der Wechsel, wenn die Organisation stark auf ISDN-basierte Sonderfunktionen oder proprietäre TK-Anbindungen angewiesen ist, die in Teams Phone keine direkte Entsprechung haben. Hier lohnt eine individuelle Bestandsaufnahme.

implec begleitet als Teams-Telefonie-Spezialist und Yealink-Partner den gesamten Umstieg — von der Bestandsaufnahme bis zur Schulung der Mitarbeitenden.

NR
Nils Rochholl

Geschäftsführer bei implec. Schreibt hier über Themen aus dem IT-Alltag des Mittelstands — praxisnah und ohne Buzzword-Bingo.

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FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Kann ich meine bestehenden Rufnummern bei einem Wechsel behalten?+

Ja. Rufnummernportierung ist bei einem Wechsel zu Teams Phone standardmäßig möglich. Der Prozess dauert je nach Anbieter und Rufnummernblock einige Wochen und läuft in der Regel unterbrechungsfrei ab. Wer über einen Carrier-Vertrag läuft, muss Kündigungsfristen beachten.

Benötige ich für Teams Phone noch eine eigene TK-Anlage?+

Nein. Teams Phone ersetzt die TK-Anlage vollständig. Microsoft übernimmt die Vermittlungs-Infrastruktur über die Cloud. Nur die Endgeräte (Yealink-Tischtelefone oder Software-Clients) und ein SIP-Trunk zum Telekommunikationsanbieter sind nötig.

Funktioniert Teams Phone auch bei Stromausfall oder Internet-Ausfall?+

Bei Internetausfall ist Teams Phone nicht erreichbar, ebenso wie jede Cloud-basierte Lösung. Kritische Infrastrukturen sollten redundante Internetanbindungen und gegebenenfalls einen Failover-SIP-Trunk haben. Tischtelefone mit Power-over-Ethernet fallen bei Netzausfall aus, sofern kein USV-gesicherter Switch vorhanden ist.

Was passiert mit meinen Fax-Leitungen?+

Klassisches analoges Fax läuft über PSTN und hat in einer rein Cloud-basierten Teams-Umgebung keinen nativen Platz. Optionen: digitales Fax über einen Fax-zu-E-Mail-Dienst, ein analoger POTS-Adapter an einem verbleibenden ISDN-Gateway oder in vielen Fällen die Ablösung durch E-Mail. implec empfiehlt hier eine Bestandsaufnahme, wie intensiv Fax noch genutzt wird.

Wie lange dauert ein typischer Wechsel von STARFACE auf Teams Phone?+

Bei 10–20 Mitarbeitenden rechnet implec typischerweise mit 4–8 Wochen von der Beauftragung bis zur Live-Schaltung. Das umfasst Rufnummernportierung, Hardware-Beschaffung, Teams-Phone-Konfiguration und Mitarbeiterschulung. Größere Rollouts mit mehreren Standorten oder komplexen Rufgruppen dauern entsprechend länger.

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