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EU AI Act: Diese Pflichten gelten seit Februar 2025

Seit Februar 2025 greifen die ersten Pflichten des EU AI Act: verbotene KI-Praktiken und die Pflicht zur KI-Kompetenz. Was Unternehmen jetzt konkret umsetzen müssen.

EU AI Act: Diese Pflichten gelten seit Februar 2025
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Seit dem 2. Februar 2025 gelten die ersten Pflichten des EU AI Act: Bestimmte KI-Praktiken sind verboten, und Unternehmen müssen für KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten sorgen. Beide Pflichten betreffen auch kleine Betriebe, die KI nur einsetzen. Eine kurze Inventur und gezielte Schulung genügen meist, um sie zu erfüllen.

Welche Pflichten gelten seit Februar 2025?

Der EU AI Act greift gestaffelt – und die erste Stufe ist seit dem 2. Februar 2025 scharf gestellt. Zwei Pflichten betreffen Unternehmen direkt: das Verbot bestimmter KI-Praktiken und die Pflicht zur KI-Kompetenz.

Anders als die strengen Regeln für hochriskante Systeme (die erst 2026/2027 greifen) gelten diese beiden Pflichten schon jetzt – und zwar für alle, auch für kleine Betriebe, die KI lediglich nutzen. Sie sind damit der praktisch relevanteste Teil des AI Act für den Mittelstand zum heutigen Zeitpunkt.

Die gute Nachricht: Beide Pflichten lassen sich mit überschaubarem Aufwand erfüllen, wenn man weiß, worum es geht.

Welche KI-Praktiken sind jetzt verboten?

Verboten sind KI-Anwendungen, die als besonders gefährlich für Grundrechte gelten. Dazu zählen unter anderem:

  • Manipulatives Beeinflussen von Verhalten unterhalb der Wahrnehmungsschwelle,
  • Social Scoring – die Bewertung von Menschen nach ihrem Sozialverhalten,
  • das ungezielte Auslesen von Gesichtsbildern aus dem Internet zum Aufbau von Erkennungsdatenbanken,
  • Emotionserkennung am Arbeitsplatz (mit engen Ausnahmen).

Für die meisten Mittelständler sind diese Praktiken ohnehin kein Thema. Wichtig ist aber, sie zu kennen – etwa bevor man eine zugekaufte Software mit unklaren KI-Funktionen einsetzt.

Was bedeutet die Pflicht zur KI-Kompetenz?

Die Pflicht zur KI-Kompetenz ("AI literacy") verlangt, dass Unternehmen sicherstellen, dass Beschäftigte, die KI einsetzen oder mit ihren Ergebnissen arbeiten, sie ausreichend verstehen – Möglichkeiten, Grenzen und Risiken.

Das ist keine akademische Hürde: Gemeint ist ein praktisches Grundverständnis. Mitarbeitende sollen wissen, dass KI Fehler macht ("halluziniert"), Ergebnisse geprüft werden müssen und keine sensiblen Daten unbedacht in öffentliche Tools gehören.

Erfüllen lässt sich das durch eine kurze, praxisnahe Schulung und klare interne Regeln zum KI-Einsatz. Dokumentieren Sie, dass die Schulung stattgefunden hat – das ist Ihr Nachweis.

Was sollten Sie jetzt konkret tun?

Drei Schritte reichen für den typischen Mittelstand:

  • Inventur: Welche KI-Werkzeuge sind im Einsatz – offiziell und inoffiziell?
  • Abgleich: Ist etwas darunter, das in die verbotene Kategorie fällt? Wenn ja, abschalten.
  • Schulung & Regeln: Mitarbeitende kurz schulen und einfache Leitplanken für den KI-Einsatz festlegen.

Damit ist die aktuell geltende Stufe des AI Act für die meisten Betriebe erfüllt. Vergessen Sie dabei den Datenschutz nicht – KI und DSGVO gehören zusammen gedacht.

Wie hilft implec bei der Umsetzung?

Wir verbinden beides: Wir zeigen Ihnen in einem KI-Workshop, wo KI bei Ihnen echten Nutzen bringt – und vermitteln gleichzeitig die geforderte KI-Kompetenz. So erfüllen Sie eine Pflicht und gewinnen einen Vorteil in einem.

Auf Wunsch helfen wir, klare interne KI-Regeln aufzusetzen und Ihre Werkzeuge datenschutzkonform einzurichten – pragmatisch, ohne Bürokratie-Overkill.

Sie wollen KI nutzen und dabei auf der sicheren Seite sein? Reden wir darüber – unverbindlich.

Nils Rochholl
Nils Rochholl

Geschäftsführer bei implec. Schreibt hier über Themen aus dem IT-Alltag des Mittelstands — praxisnah und ohne Buzzword-Bingo.

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FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Welche Pflichten des AI Act gelten seit Februar 2025?+

Seit dem 2. Februar 2025 gelten das Verbot bestimmter KI-Praktiken und die Pflicht zur KI-Kompetenz. Beide betreffen auch Unternehmen, die KI lediglich einsetzen – unabhängig von ihrer Größe.

Welche KI-Anwendungen sind verboten?+

Verboten sind unter anderem manipulatives Beeinflussen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle, Social Scoring, das ungezielte Auslesen von Gesichtsbildern aus dem Internet sowie Emotionserkennung am Arbeitsplatz (mit engen Ausnahmen).

Wie erfülle ich die Pflicht zur KI-Kompetenz?+

Durch eine kurze, praxisnahe Schulung der Mitarbeitenden zum Umgang mit KI und klare interne Regeln. Wichtig ist, die Schulung zu dokumentieren – das dient als Nachweis.

Betrifft der AI Act auch kleine Unternehmen?+

Ja. Die seit Februar 2025 geltenden Pflichten – verbotene Praktiken meiden und KI-Kompetenz sicherstellen – gelten auch für kleine Betriebe, die KI nutzen. Mit Inventur und Schulung sind sie meist schnell erfüllt.

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