Mönchengladbach & Stadland +49 2166 998809-0
★★★★★ 4,7 Google Schnellhilfe
Sicherheit

Single Sign-on

IT-Lexikon · IT-Sicherheit

Kurz erklärt

Single Sign-on erlaubt die Anmeldung an vielen Diensten mit einer einzigen Identität. Das erhöht Komfort und Sicherheit, weil weniger Passwörter im Umlauf sind.

Wie funktioniert Single Sign-on?

Single Sign-on (SSO) erlaubt es, sich einmal anzumelden und danach ohne erneute Eingabe auf viele verbundene Dienste zuzugreifen. Eine zentrale Stelle, der Identitätsanbieter, bestätigt die Identität.

Meldet sich ein Nutzer bei einem Dienst an, fragt dieser beim Identitätsanbieter nach und vertraut dessen Bestätigung. So genügt eine einzige sichere Anmeldung für den ganzen Arbeitstag.

Warum erhöht SSO die Sicherheit?

Auf den ersten Blick klingt ein einziger Zugang riskant. Tatsächlich sinkt das Risiko, weil weniger Passwörter im Umlauf sind und Nutzer sich nicht für jeden Dienst eines merken müssen.

Die zentrale Anmeldung lässt sich konsequent mit Multi-Faktor-Authentifizierung und Regeln wie Conditional Access absichern. Auch das Sperren eines ausgeschiedenen Mitarbeiters wird so an einer Stelle erledigt.

Worauf sollte man bei SSO achten?

Der zentrale Zugang ist Stärke und Risiko zugleich: Wird das eine Konto kompromittiert, stehen alle verbundenen Dienste offen. Deshalb muss genau dieses Konto besonders geschützt sein.

Pflicht sind MFA und idealerweise phishing-resistente Verfahren wie Passkeys. Zudem sollte die Verfügbarkeit des Identitätsanbieters sichergestellt sein, da ohne ihn keine Anmeldung möglich ist.

FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen SSO und einem Passwort-Manager?+

Ein Passwort-Manager speichert für jeden Dienst ein eigenes Passwort und füllt es ein. SSO ersetzt die vielen Passwörter durch eine einzige zentrale Identität, mit der man sich bei allen verbundenen Diensten anmeldet. SSO setzt eine entsprechende Anbindung der Dienste voraus, ein Passwort-Manager nicht.

Ist SSO nicht ein Single Point of Failure?+

Ein berechtigtes Bedenken. Wird das zentrale Konto übernommen, sind alle Dienste betroffen, und fällt der Identitätsanbieter aus, ist keine Anmeldung möglich. Deshalb gehören starke Absicherung per MFA und eine hochverfügbare Auslegung des Identitätsanbieters zwingend zu jedem SSO-Konzept.

Welche Standards stecken hinter SSO?+

Verbreitete Standards sind SAML, OAuth 2.0 und OpenID Connect. Sie regeln, wie Dienste und Identitätsanbieter Anmeldeinformationen sicher austauschen. Im Microsoft-Umfeld übernimmt diese Rolle Microsoft Entra ID. Diese offenen Standards sorgen dafür, dass verschiedene Anbieter zusammenarbeiten können.

Verwandte Begriffe

Noch Fragen?

Sprechen wir über Ihre IT.

Ob IT-Sicherheit oder ein anderes Thema — wir schauen uns Ihre Situation an und sagen Ihnen ehrlich, was sinnvoll ist.

Kontakt aufnehmen