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Sicherheit

Multi-Faktor-Authentifizierung

IT-Lexikon · IT-Sicherheit

Kurz erklärt

MFA verlangt neben dem Passwort einen zweiten Nachweis, etwa eine App-Bestätigung. Selbst ein gestohlenes Passwort genügt Angreifern damit nicht mehr.

Wie funktioniert Multi-Faktor-Authentifizierung?

MFA verlangt bei der Anmeldung mindestens zwei unabhängige Nachweise aus verschiedenen Kategorien: etwas, das man weiß (Passwort), etwas, das man hat (Smartphone, Token), oder etwas, das man ist (Fingerabdruck).

Erst die Kombination gibt den Zugang frei. Ein gestohlenes Passwort allein genügt Angreifern damit nicht mehr — ihnen fehlt der zweite Faktor, etwa die Bestätigung in einer App auf Ihrem Telefon.

Warum ist MFA so wirksam gegen Angriffe?

Die meisten Kontoübernahmen beginnen mit einem geklauten oder erratenen Passwort, etwa durch Phishing oder einen Brute-Force-Angriff. MFA durchbricht genau diesen Weg.

Selbst wenn das Passwort kompromittiert ist, scheitert der Angreifer am zweiten Faktor. Microsoft beziffert die abgewehrten automatisierten Angriffe durch MFA auf über 99 Prozent — bei minimalem Aufwand.

Welche MFA-Verfahren sind am sichersten?

Nicht jeder zweite Faktor ist gleich stark.

  • SMS-Codes: besser als nichts, aber abfangbar
  • Authenticator-App mit Zahlencode: solide und verbreitet
  • Push-Bestätigung mit Nummernabgleich: schützt vor versehentlichem Zustimmen
  • Passkeys und Hardware-Schlüssel: phishing-resistent und am sichersten

FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen MFA und 2FA?+

2FA, die Zwei-Faktor-Authentifizierung, verlangt genau zwei Nachweise. MFA, die Multi-Faktor-Authentifizierung, ist der Oberbegriff und umfasst zwei oder mehr Faktoren. In der Praxis werden die Begriffe oft gleichbedeutend verwendet, da die meisten Anmeldungen mit zwei Faktoren arbeiten.

Ist MFA gesetzlich vorgeschrieben?+

Pauschal nein, doch viele Rahmenwerke setzen es faktisch voraus. ISO 27001, der BSI-Grundschutz und Cyberversicherer verlangen MFA für sensible Zugänge. Mit der NIS2-Richtlinie wird starke Authentifizierung für betroffene Unternehmen praktisch zur Pflicht. MFA gilt heute als Mindeststandard.

Was passiert, wenn man das Smartphone mit der MFA-App verliert?+

Für solche Fälle richtet man vorab Wiederherstellungsoptionen ein, etwa Backup-Codes oder einen zweiten registrierten Faktor. Im Unternehmen kann die IT den Faktor nach sicherer Identitätsprüfung zurücksetzen. Ohne Vorsorge kann der Verlust den Zugang vorübergehend sperren, deshalb sind Ersatzwege wichtig.

Kann MFA umgangen werden?+

Theoretisch ja, etwa durch ausgefeilte Echtzeit-Phishing-Angriffe oder MFA-Müdigkeit, bei der das Opfer eine Push-Bestätigung genervt freigibt. Phishing-resistente Verfahren wie Passkeys und Push mit Nummernabgleich verhindern das. Trotz Restrisiko bleibt MFA eine der wirksamsten und günstigsten Schutzmaßnahmen überhaupt.

Verwandte Begriffe

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