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Management

Mobile Device Management (MDM)

IT-Lexikon · IT-Management

Kurz erklärt

Mobile Device Management (MDM) bezeichnet die zentrale Verwaltung von Endgeräten – Notebooks, Smartphones und Tablets – über eine Softwareplattform. Administratoren rollen Richtlinien, Apps und Sicherheitseinstellungen aus der Ferne aus, setzen sie automatisch durch und können verlorene oder gestohlene Geräte aus der Ferne sperren oder löschen.

Was leistet ein MDM-System?

Ein MDM-System verbindet sich mit allen registrierten Unternehmensgeräten und schafft einen zentralen Steuerungspunkt für die gesamte Geräteflotte. Typische Aufgaben:

  • Geräte beim Erstzugang automatisch einrichten – per Zero-Touch-Deployment,
  • Apps verteilen und aktuell halten,
  • Verschlüsselung, PIN-Regeln und Update-Zyklen erzwingen,
  • verlorene oder gestohlene Geräte sperren und Unternehmensdaten löschen,
  • Compliance prüfen: nur regelkonforme Geräte erhalten Zugang zu Unternehmensressourcen.

Besonders wirkungsvoll wird MDM in Kombination mit Conditional Access: Der Zugriff auf Cloud-Dienste wird erst nach Prüfung von Gerätezustand und Identität freigegeben.

BYOD oder firmeneigene Geräte – was ändert sich beim MDM?

MDM funktioniert in beiden Modellen; der Verwaltungsumfang unterscheidet sich jedoch grundlegend:

  • Firmeneigene Geräte (Corporate-Owned): Vollständige Verwaltung inklusive Geräteverschlüsselung, Kiosk-Modus und vollständigem Remote-Wipe.
  • Private Geräte im BYOD-Modell: Das MDM richtet einen getrennten Unternehmens-Container ein. Nur dieser wird verwaltet; private Apps und Daten bleiben vollständig unangetastet.

Für Apple-Geräte läuft die Registrierung üblicherweise über den Apple Business Manager, der Geräte bereits im Werk vorregistriert und so die Einrichtung auf wenige Minuten reduziert.

Intune, Jamf oder Workspace ONE – welche MDM-Lösung passt?

Die drei verbreitetsten MDM-Plattformen unterscheiden sich im Schwerpunkt:

  • Microsoft Intune: Tief in Microsoft 365 und Entra ID integriert. Erste Wahl für Unternehmen, die auf M365 setzen – im Business-Premium-Abonnement bereits enthalten.
  • Jamf: Apple-spezialisierte Lösung, die macOS und iOS besonders umfangreich verwaltet. Sinnvoll in rein Apple-geprägten Umgebungen oder ergänzend zu Intune für Mac-Flotten.
  • VMware Workspace ONE: Plattformneutraler Ansatz für heterogene Großflotten mit vielen verschiedenen Betriebssystemen.

Für den Mittelstand mit Microsoft-365-Basis ist Microsoft Intune in der Regel die wirtschaftlichste und am besten integrierte Wahl. implec richtet das passende MDM ein und betreut das gesamte Geräte-Management im laufenden Betrieb.

FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen MDM und Microsoft Intune?+

MDM ist der Oberbegriff für alle Systeme zur zentralen Geräteverwaltung. Microsoft Intune ist eine konkrete MDM-Lösung, die tief in Microsoft 365 und Entra ID integriert ist. Für Unternehmen, die ohnehin auf M365 setzen, ist Intune die naheliegendste Wahl, da es im Business-Premium-Abonnement bereits enthalten ist.

Lassen sich auch private Smartphones (BYOD) per MDM verwalten?+

Ja. Im BYOD-Modell richtet das MDM einen getrennten Unternehmens-Container ein. Apps, E-Mails und Daten des Arbeitgebers laufen darin isoliert; der private Bereich des Geräts – inklusive persönlicher Fotos und Apps – bleibt vollständig unberührt. Das ist auch für Mitarbeitende deutlich akzeptabler als ein vollständiger Gerätezugriff.

Brauche ich MDM, wenn ich Microsoft 365 nutze?+

Sobald Mitarbeitende mit mehr als einem Gerät auf M365-Dienste zugreifen, empfiehlt sich MDM. Intune – in Microsoft 365 Business Premium bereits enthalten – stellt sicher, dass nur verwaltete und regelkonforme Geräte Zugang zu Exchange, SharePoint oder Teams erhalten. Das schließt eine der häufigsten Einfallstüren für Angreifer.

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