Das Least-Privilege-Prinzip vergibt nur so viele Rechte wie nötig. Wird ein Konto kompromittiert, bleibt der mögliche Schaden dadurch begrenzt.
Least Privilege, zu Deutsch das Prinzip der minimalen Rechte, besagt: Jeder Nutzer, jedes Programm und jedes System erhält nur genau die Berechtigungen, die für die jeweilige Aufgabe nötig sind — nicht mehr.
Niemand arbeitet dauerhaft mit Administratorrechten, wenn er sie nicht braucht. Das klingt einfach, ist aber einer der wirksamsten Grundsätze der IT-Sicherheit.
Wird ein Konto kompromittiert, kann der Angreifer nur so viel anrichten, wie dieses Konto darf. Hat es kaum Rechte, bleibt der Schaden klein.
Damit wird die seitliche Ausbreitung im Netzwerk erschwert — der typische Weg, auf dem sich Angreifer von einem ersten gekaperten Konto zu kritischen Systemen vorarbeiten. Least Privilege ist ein Kernbaustein von Zero Trust.
Das Prinzip lässt sich mit überschaubaren, aber konsequenten Maßnahmen umsetzen.
FAQ
Kurz und konkret beantwortet.
Least Privilege ist ein einzelnes Prinzip: minimale Rechte für jede Aufgabe. Zero Trust ist ein umfassenderes Sicherheitsmodell, das grundsätzlich keinem Zugriff blind vertraut und jeden prüft. Least Privilege ist einer der tragenden Bausteine, auf denen ein Zero-Trust-Ansatz aufbaut.
Wer ständig mit Administratorrechten arbeitet, gibt einem Angreifer im Fall einer Kompromittierung sofort volle Kontrolle. Schon ein unbedachter Klick kann dann das ganze System gefährden. Mit einem getrennten Standardkonto für die tägliche Arbeit bleibt der mögliche Schaden deutlich begrenzt.
Gut umgesetzt kaum. Mitarbeitende erhalten genau die Rechte, die sie für ihre Aufgaben brauchen, sodass der Alltag reibungslos läuft. Aufwand entsteht vor allem bei Sonderfällen, die über geregelte Anträge gelöst werden. Der Sicherheitsgewinn überwiegt den geringen organisatorischen Mehraufwand deutlich.
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