Ein Service Level Agreement legt zugesicherte Leistungen fest, etwa Reaktionszeiten und Verfügbarkeit. Wichtig ist, dass Reaktions- nicht mit Lösungszeit verwechselt wird.
Ein Service Level Agreement, kurz SLA, ist die schriftliche Vereinbarung zwischen Dienstleister und Kunde über die zugesicherte Servicequalität. Es macht aus vagen Versprechen messbare Pflichten.
Typische Inhalte sind die garantierte Verfügbarkeit eines Systems, Reaktionszeiten auf Störungen, die Servicezeiten sowie Eskalationswege. Damit weiß jede Seite genau, welche Leistung geschuldet ist und was passiert, wenn sie ausbleibt.
Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt, meinen aber Unterschiedliches. Die Reaktionszeit ist die Spanne, bis sich jemand der Störung annimmt. Die Lösungszeit ist die Spanne, bis das Problem behoben ist.
Ein SLA mit kurzer Reaktionszeit garantiert also nur, dass jemand schnell reagiert, nicht dass das Problem schnell gelöst ist. Wer ein SLA bewertet, sollte beide Werte getrennt prüfen – und klären, ob eine Lösungszeit überhaupt zugesichert ist.
Ein gutes SLA ist konkret und messbar. Schwammige Formulierungen wie „zeitnah“ oder „bestmöglich“ geben Ihnen im Ernstfall keine Sicherheit.
FAQ
Kurz und konkret beantwortet.
SLA steht für Service Level Agreement, auf Deutsch Dienstgütevereinbarung. Es ist der Teil eines Vertrags, der die zugesicherte Servicequalität festschreibt, etwa Verfügbarkeit und Reaktionszeiten. So wird Servicequalität mess- und einklagbar statt reine Auslegungssache.
99,9 Prozent Verfügbarkeit erlauben rund 8,8 Stunden Ausfall pro Jahr. Bei 99,99 Prozent sind es nur etwa 53 Minuten. Schon kleine Unterschiede hinter dem Komma bedeuten also stark abweichende Ausfallzeiten und meist deutlich höhere Kosten.
Das hängt von der Vereinbarung ab. Viele SLAs sehen bei Nichterfüllung Konsequenzen vor, etwa Gutschriften oder Vertragsstrafen. Ohne klar geregelte Folgen bleibt ein gerissenes Ziel oft folgenlos. Deshalb sollten diese Punkte vor Vertragsschluss verhandelt werden.
Ja. Gerade kleine Betriebe sind auf funktionierende IT angewiesen und können lange Ausfälle schlecht verkraften. Ein SLA schafft Verbindlichkeit und Planbarkeit – unabhängig von der Unternehmensgröße. Es muss nur zur tatsächlichen Kritikalität der Systeme passen.
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