Mönchengladbach & Stadland +49 2166 998809-0
★★★★★ 4,7 Google Schnellhilfe
Management

SLA

IT-Lexikon · IT-Management

Kurz erklärt

Ein Service Level Agreement legt zugesicherte Leistungen fest, etwa Reaktionszeiten und Verfügbarkeit. Wichtig ist, dass Reaktions- nicht mit Lösungszeit verwechselt wird.

Was regelt ein Service Level Agreement?

Ein Service Level Agreement, kurz SLA, ist die schriftliche Vereinbarung zwischen Dienstleister und Kunde über die zugesicherte Servicequalität. Es macht aus vagen Versprechen messbare Pflichten.

Typische Inhalte sind die garantierte Verfügbarkeit eines Systems, Reaktionszeiten auf Störungen, die Servicezeiten sowie Eskalationswege. Damit weiß jede Seite genau, welche Leistung geschuldet ist und was passiert, wenn sie ausbleibt.

Warum ist der Unterschied zwischen Reaktions- und Lösungszeit wichtig?

Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt, meinen aber Unterschiedliches. Die Reaktionszeit ist die Spanne, bis sich jemand der Störung annimmt. Die Lösungszeit ist die Spanne, bis das Problem behoben ist.

Ein SLA mit kurzer Reaktionszeit garantiert also nur, dass jemand schnell reagiert, nicht dass das Problem schnell gelöst ist. Wer ein SLA bewertet, sollte beide Werte getrennt prüfen – und klären, ob eine Lösungszeit überhaupt zugesichert ist.

Worauf sollte man bei einem SLA achten?

Ein gutes SLA ist konkret und messbar. Schwammige Formulierungen wie „zeitnah“ oder „bestmöglich“ geben Ihnen im Ernstfall keine Sicherheit.

  • Verfügbarkeit als Prozentwert, etwa 99,9 Prozent
  • Reaktions- und, wenn möglich, Lösungszeiten je nach Priorität
  • Servicezeiten: nur werktags oder rund um die Uhr
  • Folgen bei Nichterfüllung, etwa Gutschriften

FAQ

Häufige Fragen

Kurz und konkret beantwortet.

Wofür steht SLA?+

SLA steht für Service Level Agreement, auf Deutsch Dienstgütevereinbarung. Es ist der Teil eines Vertrags, der die zugesicherte Servicequalität festschreibt, etwa Verfügbarkeit und Reaktionszeiten. So wird Servicequalität mess- und einklagbar statt reine Auslegungssache.

Was bedeutet eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent?+

99,9 Prozent Verfügbarkeit erlauben rund 8,8 Stunden Ausfall pro Jahr. Bei 99,99 Prozent sind es nur etwa 53 Minuten. Schon kleine Unterschiede hinter dem Komma bedeuten also stark abweichende Ausfallzeiten und meist deutlich höhere Kosten.

Was passiert, wenn ein SLA nicht eingehalten wird?+

Das hängt von der Vereinbarung ab. Viele SLAs sehen bei Nichterfüllung Konsequenzen vor, etwa Gutschriften oder Vertragsstrafen. Ohne klar geregelte Folgen bleibt ein gerissenes Ziel oft folgenlos. Deshalb sollten diese Punkte vor Vertragsschluss verhandelt werden.

Brauchen kleine Unternehmen ein SLA?+

Ja. Gerade kleine Betriebe sind auf funktionierende IT angewiesen und können lange Ausfälle schlecht verkraften. Ein SLA schafft Verbindlichkeit und Planbarkeit – unabhängig von der Unternehmensgröße. Es muss nur zur tatsächlichen Kritikalität der Systeme passen.

Verwandte Begriffe

Noch Fragen?

Sprechen wir über Ihre IT.

Ob IT-Management oder ein anderes Thema — wir schauen uns Ihre Situation an und sagen Ihnen ehrlich, was sinnvoll ist.

Kontakt aufnehmen