Bei einem Distributed-Denial-of-Service-Angriff überlasten viele Systeme gleichzeitig einen Dienst, bis er nicht mehr erreichbar ist. Schutz bieten spezialisierte Filter und Upstream-Maßnahmen.
Bei einem Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS) überfluten viele Systeme gleichzeitig einen Dienst mit Anfragen, bis dieser überlastet und nicht mehr erreichbar ist.
Die Anfragen kommen verteilt von zahlreichen Geräten, oft aus einem Botnet aus gekaperten Rechnern. Weil der Verkehr aus vielen Quellen stammt, lässt er sich nicht einfach durch Sperren einer einzelnen Adresse stoppen.
Ein DDoS-Angriff stiehlt keine Daten, sondern macht Dienste unerreichbar. Für Unternehmen bedeutet das direkten Umsatzausfall und Imageschaden.
Betroffen sind Online-Shops, Buchungssysteme oder die gesamte Internetanbindung eines Standorts. Mitunter dient ein DDoS auch als Ablenkung, während Angreifer parallel an anderer Stelle ins Netz einzudringen versuchen.
Einzelne Firewalls reichen gegen große Angriffe nicht, weil schon die Internetleitung verstopft wird. Schutz setzt deshalb vorgelagert an.
FAQ
Kurz und konkret beantwortet.
Bei einem DoS-Angriff (Denial of Service) kommt die Überlastung von einer einzigen Quelle. Bei einem DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) greifen viele verteilte Systeme gleichzeitig an. Das macht DDoS wirkungsvoller und schwerer abzuwehren, weil sich der Verkehr nicht auf eine Adresse zurückführen lässt.
Ja. DDoS-Angriffe sind heute als Dienstleistung käuflich und werden auch gegen kleinere Betriebe eingesetzt, etwa zur Erpressung oder durch Wettbewerber. Schon ein kurzer Ausfall der Website oder des Shops kostet Umsatz. Ein vorgelagerter Schutz beim Anbieter ist daher auch für KMU sinnvoll.
Nur begrenzt. Eine Firewall am Standort kann bei großen Angriffen selbst überlastet werden, und die Internetleitung ist oft schon vorher verstopft. Wirksamer Schutz setzt beim Provider oder in der Cloud an, also bevor der Verkehr das eigene Netz erreicht.
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