Whitepaper · Windows 11
Ein Jahr nach dem Supportende von Windows 10 wird das zweite Jahr der erweiterten Sicherheitsupdates doppelt so teuer. Dieses Whitepaper zeigt, welche Geräte Sie aktualisieren, welche Sie ersetzen und wann ESU sich als Brücke rechnet – mit Beispielrechnung, Rollout-Plan und Checkliste.
Das erwartet Sie
Geschrieben von den Menschen, die diese Projekte täglich umsetzen — praxisnah, ohne Fachchinesisch und mit Vorlagen, die Sie direkt verwenden können. Mehr zum Thema: Gerätemanagement.
Was Sie mitnehmen
ESU-Jahre, Microsoft 365 Apps, Secure-Boot-Zertifikate und die Enddaten der Windows-11-Versionen – geprüft mit Stand Oktober 2026.
Fünf Entscheidungsregeln ordnen jeden Rechner einer Gruppe zu: Upgrade, Austausch oder befristete ESU.
Eine Beispielrechnung mit offengelegten Annahmen und eine Formel, die Sie mit Ihren eigenen Angeboten füllen.
Fünf Etappen von der Bestandsaufnahme bis zur Grundkonfiguration und zwölf Prüfpunkte zum Abhaken.
FAQ
Technisch ja – die Geräte starten und arbeiten weiter. Seit dem 14. Oktober 2025 erhalten sie aber ohne kostenpflichtige erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) keine Sicherheitskorrekturen mehr, neu entdeckte Lücken bleiben also offen. Zusätzlich bleiben die Microsoft 365 Apps auf Windows 10 auf dem Stand von Version 2608 stehen. Für Firmengeräte mit E-Mail- und Internetzugang empfehlen wir deshalb den Umstieg oder eine befristete ESU mit festem Ablösedatum.
Microsoft nennt für Unternehmen über die Volumenlizenzierung 61 US-Dollar je Gerät für das erste Jahr; der Preis verdoppelt sich jährlich auf 122 und 244 US-Dollar, höchstens drei Jahre lang. Die Jahre bauen aufeinander auf: Wer erst im zweiten Jahr einsteigt, zahlt das erste nach, also 183 US-Dollar Listenpreis für die Absicherung bis Oktober 2027. Den Euro-Preis nennt Ihnen Ihr Lizenzpartner.
Für Windows-10-Geräte, die die Anforderungen von Windows 11 erfüllen, ist das Upgrade kostenlos. Voraussetzungen sind unter anderem ein Prozessor von der Microsoft-Kompatibilitätsliste, TPM 2.0, ein Secure-Boot-fähiger UEFI-Start, 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte Speicherplatz. Oft sind TPM und Secure Boot vorhanden, aber nur in der Firmware abgeschaltet – das lässt sich meist beheben.
Das In-Place-Upgrade behält Programme, Daten und Einstellungen und eignet sich für gepflegte, einheitlich eingerichtete Geräte. Die Neuinstallation mit Windows Autopilot setzt das Gerät sauber neu auf und richtet es anhand Ihrer Vorgaben selbst ein; sie lohnt sich bei gewachsenen Altlasten und ist der Standard für Neugeräte. Unsere Faustregel: gepflegte Geräte jünger als drei Jahre aktualisieren, ältere neu aufsetzen.
Version 24H2 wird in den Editionen Home und Pro nur bis 13. Oktober 2026 versorgt und sollte jetzt ersetzt werden. Version 25H2 erhält in Pro bis 12. Oktober 2027 Updates, die seit 29. September 2026 verfügbare Version 26H2 bis 10. Oktober 2028. Neue Umstiege planen Sie auf 25H2 oder nach einem kurzen Pilot direkt auf 26H2.
Wir schauen gemeinsam auf Ihren Gerätebestand und zeigen, welche Rechner Sie aktualisieren, welche Sie ersetzen und wo eine Überbrückung sinnvoll ist – kostenlos und unverbindlich.
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