Whitepaper · IT-Sicherheit
Wie viel Datenverlust und wie viel Stillstand kann sich Ihr Unternehmen leisten? Dieser Leitfaden übersetzt RPO und RTO in eine Vorlage je System, zeigt ransomwarefeste Sicherungskonzepte, liefert ein Protokoll für Wiederherstellungstests und grenzt die Datensicherung sauber vom Notfallplan ab.
Das erwartet Sie
Geschrieben von den Menschen, die diese Projekte täglich umsetzen — praxisnah, ohne Fachchinesisch und mit Vorlagen, die Sie direkt verwenden können. Mehr zum Thema: Backup & Business Continuity.
FAQ
Der RPO (Recovery Point Objective) ist das Datenverlustziel: wie viel Zeit an Arbeit bei einem Ausfall höchstens verloren gehen darf; er bestimmt, wie oft gesichert wird. Der RTO (Recovery Time Objective) ist das Wiederherstellungsziel: die angestrebte Zeit, bis ein System wieder im festgelegten Betriebszustand läuft; er bestimmt, wo die Sicherung liegt und wie schnell sie zurückgespielt werden kann. Davon getrennt legen Sie die maximal tolerierbare Ausfallzeit fest, ab der der Schaden untragbar wird. Alle drei Werte sind geschäftliche Entscheidungen und sollten je System festgelegt werden.
Microsoft betreibt den Dienst hochverfügbar, die eingebauten Wiederherstellungsmöglichkeiten für gelöschte Inhalte sind aber begrenzt. In SharePoint bleiben gelöschte Elemente laut Microsoft 93 Tage im Papierkorb, in Exchange-Postfächern werden gelöschte Elemente standardmäßig 14 Tage aufbewahrt, einstellbar auf höchstens 30 Tage. Wird ein Fehler oder eine Manipulation später bemerkt, hilft nur eine eigenständige Sicherung von E-Mail, OneDrive, SharePoint und Teams.
Vollständige Tests laufen in einer isolierten Umgebung, etwa als virtuelle Maschine in einem abgetrennten Netzsegment. So wird das System aus der Sicherung gestartet und geprüft, ohne das Produktivnetz zu berühren. Ergänzend eignen sich vierteljährliche Stichproben einzelner Dateien und Postfächer sowie eine Tischübung, bei der die Beteiligten den Ablauf gemeinsam durchgehen. Messen und protokollieren Sie dabei immer die Dauer.
Mit mindestens einer Kopie, die offline oder unveränderbar ist, mit Zugangsdaten zum Sicherungssystem, die von der Windows-Domäne getrennt und per Mehrfaktor-Anmeldung geschützt sind, und mit einem eigenen Netzsegment für den Sicherungsspeicher. Hinzu kommen eine Überwachung auf ausbleibende Sicherungen und ungewöhnliche Datenänderungen sowie eine Aufbewahrung, die weit genug zurückreicht, um einen Stand vor dem Eindringen der Angreifer zu finden.
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